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TCM-Magazin

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Artischocken – Leuchtend bitteres Frühlingsgemüse

Die sehr dekorativen Artischockenknospen sind eines der ersten Frühlingsgemüse, die uns auf den Märkten lila oder grün entgegenleuchten. Sie sind ein Delikatessgemüse, das aus der Familie der Korbblütler stammt und vorwiegend im Mittelmeerraum, aber auch in Asien angebaut wird. Essbar sind der fleischige Blütenboden der geschlossenen Knospe und die unteren Teile der Blütenhüllblätter. Frische Artischocken zeichnen sich durch geschlossene Knospen, eng anliegende Blätter und einen nicht bräunlich verfärbten Stil aus. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen halten sie sich mehrere Tage im Kühlschrank frisch. Ihre scheinbar aufwändige Zubereitung belohnt mit einem einzigartigen Geschmackserlebnis. Ein leicht zu kochendes Rezept ist hier im Magazin enthalten.

 

Nach westlicher nährstofforientierter Ernährungswissenschaft sind Artischocken reich an Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Mangan. Genutzt werden sie vor allem wegen ihres Fett verdauungsfördernden und appetitanregenden Bitterstoffes Cynarin z. B. in Bitterlikören und Verdauungsschnäpsen. Dieser Stoff ist aber hauptsächlich in den Blättern enthalten, aus denen dann heilpflanzliche Extrakte gewonnen werden.

 

Die chinesische Diätetik nutzt nun gezielt die kühle Temperatur und den bitteren Geschmack dieses Gemüses. In der TCM werden Lebensmittel nach ihrem Temperatur-verhalten, der Geschmacksrichtung, der Wirktendenz und dem Organkreisbezug klassifiziert. Ein gezielter Einsatz ist daher als Ausgleich zu einem bestehenden Ungleichgewicht möglich.

 

Der bittere Geschmack der Artischocke hat eine trocknende und klärende Wirkung im Stoffwechsel. Er ist deshalb gut bei allen Erkrankungen, denen eine sogenannte „Feuchtigkeit“ oft aufgrund einer „Schwäche im Milz-/Magenfunktionskreis“ zugrunde liegt: z. B. Durchfall, Blähungen, verringerter Appetit, starke Müdigkeit (auch nach fettem Essen), Ödeme, Benommenheit. Die Zubereitung ist dabei wichtig. Weniger geeignet sind die in Öl eingelegten Artischocken im Glas oder die frittierte Variante.

Entdecken Sie mit dem Rezept aus unserem TCM-Magazin die Vielfalt dieses Frühlingsgemüses. Es passt zu gebratenen Kartoffeln, Reis und Nudeln, fruchtigen Tomatensaucen, gedünstetem Fisch oder gegrilltem Fleisch.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen, gesunden Start in den Frühling!

 

Petra Braun, Ernährungsberatung, Diätetik

Praxis Prof. Hempen & Kollegen, München,
Fachärztliches Zentrum – Chinesische Medizin (TCM) und Akupunktur


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