Praxis Prof. Hempen & Kollegen

Aktuelles aus der Praxis

Endokrinen Orbitopathie

Behandlung der endokrinen Orbitopathie mit Chinesischer Medizin.

Die endokrine Orbitopathie stellt eine entzündliche Erkrankung der Augenhöhle im Rahmen einer Stoffwechselerkrankung der Schilddrüse dar. Ursächlich findet sich meist eine Autoimmunerkrankung, in bis zu 95 % der Fälle handelt es sich dabei um einen Morbus Basedow.

Im Rahmen der endokrinen Orbitopathie kommt es zu einem Hervortreten der Augäpfel sowie zu Schwellungen und Rötungen im Bereich von Lidern und Bindehaut. Häufig kommt es daneben zu einem Trockenheits– und Fremdkörpergefühl der Augen. In ausgeprägten Fällen kann es zu dem zu Sehstörungen sowie zu einer Schädigung des Sehnerven kommen.

Die funktionell sowie auch kosmetisch deutlich beeinträchtigende Erkrankung wird schulmedizinisch im Rahmen der Behandlung der zugrundeliegenden Schilddrüsenerkrankung behandelt. 

In akuten Entzündungsphasen werden zudem Kortikosteroide verabreicht, ergänzend kann eine Strahlentherapie durchgeführt werden. Als ultima Ratio kann eine operative Therapie in Betracht kommen.

Die Behandlung der endokrinen Orbitopathie mit Chinesischer Medizin beginnt mit einer eingehenden Diagnostik.

Hiermit lassen sich die vorhandenen Symptome und Beschwerden einem zugrundeliegenden Erkrankungsmuster zuordnen. Auf dieser Grundlage werden Therapiekonzepte unter Einbeziehung von Akupunktur und Chinesischer Arzneitherapie formuliert. 

Ziel ist es die meist autoimmune Erkrankung „an der Wurzel“ zu packen. Daneben ist jedoch auch die Reduktion der im Vordergrund stehenden Symptome wichtig. Mit den genannten Therapien lassen sich oftmals sehr gute Behandlungserfolge erzielen. 

Diese reichen von einer verbesserten Funktion des Lidschluss durch eine Reduktion der Schwellung des Gewebes in der Augenhöhle über eine Verbesserung der Tränensekretion bis hin zu einer Normalisierung des Schilddrüsenstoffwechsels. Nebenbei berichten die Patienten meist eine Verbesserung ihres allgemeinen Befindens. 

Die Besonderheit stellt hierbei der meist längerfristige Behandlungserfolg der autoimmunen Krankheitsaktivität dar.

 

Dr. med. univ. Sebastian Oppitz

Facharzt für Allgemeinmedizin
Master of Science TCM (TU München)
Psychosomatische Grundversorgung

Praxis Prof. Hempen & Kollegen
Franz-Joseph-Straße 38

80801 München

 

 

 

 

Literatur:

  1. Die endokrine Orbitopathie: Aktueller Stand zur Pathogenese, Diagnostik und Therapie, Heufelder, E.Schworm, D.Hofbauer, C. , Dt Ärztebl 1996; 93: A-1336–134, [Heft 20]
  2. Pi´an Shen: Shen’s Textbook on the Management of Autoimmune Diseases TCM, Donica Press, 2012